Gefahr der Unterkühlung – Unterschiede in Luft- und Wassertemperaturen

In den letzten Tagen ist es in fast ganz Deutschland im Vergleich zu den vorherigen Lufttemperaturen deutlich wärmer geworden. Teilweise wurden sogar 17 °C gemessen. Da steigt die Lust, sich für eine Surfsession mit seinem Board aufs Wasser zu begeben. Die ganz Harten unter Euch denken vielleicht über eine Open-Water Schwimmsession nach.

Aber Vorsicht: Nur weil die Luft frühlingshaft warm ist, ist das Wasser noch lange nicht warm. Die aktuellen Wassertemperaturen liegen bei 2°C. Wenn Du jetzt ohne Vorsichtsmaßnahmen ins Wasser gehst, kannst Du Dir im schlimmsten Fall ernsthafte Erfrierungen zuziehen.

Im Folgenden Artikel wollen wir Dich über die Gefahren der Unterkühlung aufklären und wie Du sie vermeiden kannst.

Die normale Körpertemperatur liegt bei 37°C. Generell wird zwischen zwei Temperaturgrenzen unterschieden. Bei der einen ist der Körper in der Lage, einen Temperaturausgleich zu schaffen und bei der anderern tritt langfristig eine Unterkühlung ein.

  • Eine Wassertemperatur von über 32°C ist unproblematisch, da Dein Körper diesen Unterschied ausgleichen kann.
  • Eine Wassertemperatur von unter 25°C kann langfristig kritisch werden (Unterkühlung).

Generell kühlen Menschen im Wasser unter gleichen (Luft-)Temperaturbedingungen bis zu 25x schneller aus. Dabei soll 27°C warmes Wasser denselben Wärmeverlust verursachen, wie 6°C kalte Luft (solange Windstille gegeben ist).

Dieses Phänomen kennt wahrscheinlich jeder von Euch. Auch wenn es heiß ist und man sich für eine Abkühlung ins Wasser begibt, kann man nicht sehr lange im Wasser bleiben, da man anfängt zu frieren.

Weshalb kühlt der Körper aus?

Du führst sozusagen eine kleine Wärmeschicht um Deine Haut. Kalte Luft und auch kaltes Wasser „wehen“ oder „schwämmen“ diese Wärmeschicht von Deinem Körper weg und entziehen ihm somit langfristig Wärme. Zusätzliche Bewegungen im Wasser und auch an Land beschleunigen diesen Prozess. Dein Körper verliert also immer mehr Wärme.

Was kannst Du gegen Unterkühlung tun?

Wäge ab, ob die Temperaturen ausreichen und ob es Sinn macht, bei Kälte aufs und ins Wasser zu gehen. Falls Du dich für eine Session entscheiden solltest, musst Du unbedingt auf die richtige Bekleidung achten!

Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die Deinen Körper wärmen. Z.B. Neopren- und Trockenanzüge sowie Neoprenschuhe, Neoprenhandschuhe, Neoprenkapuzen und Neoprenmützen. Weiterhin gibt es auch Neoprenunterzieher, die Du zusätzlich unter Deinem Neoprenanzug tragen kannst. Dazu gehören etwa Neopren-Thermoshirts oder Neopren-Thermohosen.

Wie funktioniert Neopren eigentlich?

Das Neopren bildet eine zusätzliche Isolationsschicht. Es isoliert Deine Körperwärme, indem eine ganz dünne Wasserschicht zwischen Deiner Haut und dem Neopren entsteht, welche Du durch Deine Körperwärme erwärmst. Diese Wasserschicht hält Dich dann warm und schützt vor einer Unterkühlung. Sehr wichtig ist dabei, dass das Neopren sehr eng anliegt, damit die Wasserschicht nicht zu groß ist.

Es gibt dabei unterschiedliche Neoprenstärken, jedoch ist es schwierig zu sagen, ab welcher Wassertemperatur welche Neoprenstärke zu wählen ist. Faktoren wie die Sonne und der Wind müssen bei der Wahl berücksichtigt werden. Da diese Vorhersage schwierig zu treffen ist, machen die meisten Neoprenhersteller dazu auch keine genaueren Angaben. Um Dir aber einen kleinen Anhaltspunkt zu geben, haben wir hier eine Einschätzung unsererseits aufgelistet:

  • Wassertemperatur über 25°C:      Boardshorts und Neopren-Thermoshirts
  • Wassertemperatur 22 – 25°C:       Shorty
  • Wassertemperatur 17 – 22°C:       3/2 Fullsuit oder 4/3 Kurzarm-Neoprenanzug
  • Wassertemperatur 10 – 17°C:       5/4 Fullsuit mit Neoprenschuhen, -handschuhen und -kapuze
  • Wassertemperatur unter 10°C:     5/4 Fullsuit mit Neoprenschuhen, -handschuhen, -kapuze und Neopren-Thermoshirt/Hose

Je nachdem, was Du für ein Kälteempfinden hast, variiert Dein Bedarf an Neoprenstärke. Handschuhe und Schuhe kannst Du allerdings auch gut bei wärmeren Luft- und Wassertemperaturen tragen.

Fazit

Bei den aktuellen Wassertemperaturen von ca. 2°C in der Nord- und Ostsee, würden wir am besten noch nicht aufs oder ins Wasser gehen. Der Spaß dürfte sich bei den Temperaturen auch stark in Grenzen halten. Warte lieber noch etwas und freue Dich auf Wärmere Temperaturen, bevor Du noch eine Unterkühlung riskierst. Falls Du es doch willst, achte auf eine gute Bekleidung, um einer Unterkühlung vorzubeugen!

Dein Team von Whitecaps Products.

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